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Elektronische Fische

Was haben Fische mit Elektronik oder Elektrizität zu tun? Viel mehr, als man glaubt!
 
Die Ausstellung „Elektronische Fische“, die in den Jahren 2008 – 2010 im spanischen Galicien entstanden ist, befasst sich unter anderem mit:
 
  • Sogenannten Elektrischen Fischen, die elektrische Organe besitzen und die Elektrizität vielseitig einsetzen: Zur Kommunikation, Orientierung, Lokalisierung, Partnersuche, Jagd und zur Verteidigung.
  • Sogenannten Bionischen Fischen, die eigentlich Fisch-Roboter sind und für die Fische als biologische Modelle dienen.
  • Fische und andere Meerestiere, die Biolumineszenz aufweisen und ihr Licht unter anderem zum Anlocken der Beute, zur Kommunikation, Beleuchtung und Tarnung benutzen.

Die Inspiration zu dieser Ausstellung bezog der Autor einerseits aus der Faszination, welche das Meer und die Meereswelt Galiciens auf ihn ausübten, und andererseits aus seinem wissenschaftlichen Hintergrund und seiner künstlerischen Tätigkeit, die ihn seit Jahren versuchen läßt, Kunst und Wissenschaft zu verbinden. Diese Reise zwischen zwei Welten brachte ihn von „bionischen Visionen“ des Menschen und seiner Haustiere zu den „Elektronischen Fischen“. Um diese Ausstellung zu realisieren, griff er auf sein Wissen um Lumineszenz, Sensorik und Bionik zurück. Neben der Natur Galiciens und seines Fischreichtums war ihm vor allem das Aquarium Finisterrae in A Coruña, wo viele Skizzen zu den Bildern entstanden, eine wichtige Inspirationsquelle.
 
Die benutzte Technik ist gemischt. Die Bilder (Acryl auf Leinen) enthalten zahlreiche elektronische Komponenten, wie z. B. Leiterplatten, Kabeln, Solarpaneele oder Leuchtdioden. Die Arbeiten werden begleitet durch Zusatztafeln, die kurze wissenschaftliche Erklärungen zu den dargestellten Ideen liefern und, bei einigen, auch kulinarische Anmerkungen.
 

Hierbei muß als anekdotisches Detail angeführt werden, dass die Vorbereitungen zu dieser Ausstellung sich auch zu einer genussvollen Reise durch die galicische Gastronomie entwickelten. Denn der Arbeitsprozess bestand in der Regel aus den folgenden Schritten: Besuch des Fischladens, Studium und Skizzieren des ausgewählten Fisches, Zubereiten und Geniessen desselben, ganz so wie es die Umstände gebieten. Auf diese Weise fielen unter anderem Sardinen, Seehecht, Weisser Thunfisch, Petersfisch, Rochen und Octopus dem Pinsel des Autoren zum Opfer, der sich dabei in einen wahrhaften Botschafter der guten galicischen Küche verwandelte.

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Ausstellungskataloge:

Electronic fishes (PDF; 2,5 MB; englisch)

Peixes electrónicos (PDF; 2,3 MB; galicisch)

Peces electrónicos (PDF; 2,3 MB; spanisch)

Sardinas