Home > Kunst & Wissenschaft > Der bionische Mensch

Der bionische Mensch

Über mehr als 10 Jahre hat Wolfgang Trettnak in der angewandten Forschung in der Entwicklung von Messgeräten gearbeitet, die zumeist auf der Messung von Änderungen in der Farbe oder Lumineszenz eines Materials beruhten:
  • Sensoren zur Messung physikalischer Grössen oder chemischer Substanzen
  • Biosensoren auf der Basis von biologischen Materialien oder Prozessen

Eines der wichtigsten Ziele war es dabei, diese Geräte in klinischen Anwendungen einzusetzen.
Während dieser Tätigkeit entstanden zahlreiche Geräteprototypen und Elektronikmodule, die im Laufe der Zeit von immer neueren Entwicklungen abgelöst und so überflüssig wurden. Daraus entstand die Idee, diese interessanten und einzigartigen Materialien einer „Wiederverwertung“ zuzuführen und sie in die künstlerische Arbeit zu integrieren.
Ausgehend von der eigenen wissenschaftlichen Arbeit und dem Kenntnisstand über die Entwicklungen in der Medizintechnik, und da der „Mensch“ eines der künstlerischen Hauptthemen der vorangegangen Jahre darstellte, war es nahe liegend, diese neuen Materialien in die menschliche Figuration einzubringen.
Die bereits zuvor ausgiebig verwendeten Malmedien Acrylfarben und Acrylplastikmassen erlaubten dabei das Arbeiten mit reliefartigen Strukturen und das Integrieren einer großen Vielfalt von Materialien wie z. B. elektronischer Bauteile (in der Art der Collage oder Assemblage) in die Bilder.
Dies war der Start einer faszinierenden Reise in die Welt des „bionischen Menschen“. Es entstanden Bilderserien wie z. B. „Moderne Steirer“ (2002 – 2003), „Moderne Paare“ (2005) oder „Bionische Menschen“ (2007 – 2008).
Obwohl die Arbeiten anfangs visionär und höchst utopisch erschienen, zeigte es sich bald, dass die Realität bereits viel weiter fortgeschritten war, als gedacht. Es schien sogar, dass die künstlerische Phantasie den Entwicklungen in der Medizin und Medizintechnik bei weitem hinterherhinkte ...


Galerie „Der bionische Mensch“

 

Wissenschaftl. Publikationen v. Wolfgang Trettnak (PDF; 28 kB)